Ruppiner - Land - Rundwanderweg

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Wegebeschreibung

Das Ruppiner Land ist ein attraktives Wanderland.
„Der 66-Seen-Wanderweg“ durch die Regionalparks rund um Berlin und der Europäische Fernwanderweg E 10 sind deutschlandweite bedeutende Wanderwegeverbindungen.

Im Ruppiner Land gibt es zwei Wegalternativen des E 10, der in seiner Ostvariante durch den Landkreis Oberhavel und der Westvariante durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin führt.
So ergibt sich der 250 km lange Ruppiner-Land-Rundwanderweg, der zum Wanderfest Brandenburg am 4. Juni 2005 offiziell eröffnet wurde. Der Weg ist in 11 wanderfreundliche Tagesetappen von 15 bis 30 km aufgeteilt, die an öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind. Start und Ziel ist an jedem der 11 Bahnhöfe möglich.

Der Ruppiner-Land-Rundwanderweg führt durch verschiedene Landschaften und Naturräume sowie sehenswerte Städte und Dörfer. Starten wir von Hennigsdorf in Richtung Nassenheide, führt uns der Weg zunächst durch die Vorortlandschaften Berlins – Siedlungsgebiete mit schönen Häusern und Gärten. Darüber hinaus erleben wir hier eine Wanderroute, die an einigen Teichen vielfältige Wald- und Heidegebiete aufweist, einen sehr schönen Uferweg entlang des Lehnitzsees bietet und auch entlang des Oder-Havel-Kanals sehr reizvoll ist. Weiter in Richtung Zehdenick geht es durch Wiesen, Felder, Weiden, Wälder und Alleen sowie durch den von Lenné gestalteten Schlosspark des Schloss und Gut Liebenberg. Vom sehenswerten Schifferstädtchen Zehdenick führt der Weg in Richtung Dannenwalde durch die reizvolle Tonstichlandschaft – Tongruben, die heute zum Baden einladen. Ein Stopp lohnt sich in jedem Fall im Ziegeleipark Mildenberg – einem Erlebnispark, der neben Ausstellungen zur Technikgeschichte auch Abenteuerspielplätze, Picknickplätze und Möglichkeiten zum Umsteigen aufs Fahrrad oder Kanu bietet. Von Dannenwalde aus geht es abwechslungsreich weiter entlang von unterschiedlichen Gewässern, wie dem anmutigen Grenzbekbaches oder dem großen Stolpsee sowie durch variationsreiche Waldgebiete weiter über die Wasserstadt Fürstenberg/Havel nach Neuglobsow. Zweifellos gehört der Stechlinsee – der größte Klarwassersee Europas – zu den schönsten Seen Brandenburgs. An seinem Ufer entlang und durch die Menzer Heide führt der Weg nach Menz, wo das Naturparkhaus Menz eine spannende Erlebnisausstellung für Naturinteressierte jeden Alters bietet. Weiter geht es direkt am Ufer des herrlichen Roofensees, am Polzowkankal, am Nehmitzsee und entlang des Wittwesees in die Prinzenstadt Rheinsberg. Der spätere Preussenkönig Friedrich II verlebte hier nach eigener Aussage „die schönsten Jahre seines Lebens“. Schloss Rheinsberg bietet in seiner Ausstellung Zeugnis davon. Die Musikakademie und das Schlosstheater bieten das ganze Jahr über hochkarätige Kulturveranstaltungen. Ebenfalls im Schloss ist die Tucholsky-Gedenkstätte untergebracht, die an den Schriftsteller erinnert, der mit seinem Buch „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Die Wanderstrecke führt zunächst durch die attraktive Rheinsberger Wald- und Seenlandschaft und dann entlang von fünf miteinander verbundenen Seen in die Fontanestadt Neuruppin. Entdecken Sie auf einem Rundgang die Erinnerungen und Spuren von Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel - den großen Söhnen der Stadt. Die Innenstadt wird noch heute von der klassizistischen Bauweise geprägt und gibt einen wunderbaren Einblick in das Preußen des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die Strecke zwischen Neuruppin und Wustrau am Uferpfad des Ruppiner Sees gehört zu den schönsten Wanderstrecken in Brandenburg überhaupt. Die weitere Tour nach Tietzow bietet eine völlig andersartige Landschaft – die Luchlandschaft. Der Begriff „Luch“ stammt aus dem Elbslawischen und bedeutet soviel wie Sumpfniederung, sumpfiges Wiesenland. Für den Menschen hat dieses morastige, oft mit Weidengebüsch, Birken und Erlen bestandene Grasland die Bedrohlichkeit und Nutzlosigkeit verloren, die ihm vor den Melorationen des 18. Jahrhunderts zugeschrieben wurden. Oft können hier Störche oder Kraniche beobachtet werden. Die Wanderung führt weiter durch das Havelland entlang von großen Kanälen, die wichtige Wasserstraßen des Landes Brandenburg sind, bevor wir wieder unseren Ausgangspunkt Hennigsdorf erreichen.

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