Ruppiner-Land-Rundwanderweg

Wandern durch das schöne Ruppiner Land


Wanderurlaub auf dem Ruppiner-Land-Rundwanderweg

Das Ruppiner Land in Brandenburg ist ein Paradies für alle, die von einer naturbelassenen Umgebung und himmlischer Ruhe träumen. Folgen Sie den Spuren Fontanes, der den schönen Landstrich mit seinem Klassiker „Wandern durch die Mark Brandenburg“ überregional bekannt gemacht hat, am besten bei einem Wanderurlaub auf dem Ruppiner-Land-Rundwanderweg.

Auf dem Ruppiner-Land-Rundwanderweg treffen sich Familien ebenso wie Wandervereine, um die schöne Landschaft zu durchstreifen. Es spielt keine Rolle, ob Sie den gesamten 250 km langen Ruppiner-Land-Rundwanderweg für sich erobern oder nur ein, zwei Etappen laufen: Das Ruppiner Land bietet überall reizvolle Ecken. Staunen Sie über die noch unberührte Natur, eine grüne Oase aus Wiesen, Feldern, prächtigen Alleen und stillen Gewässern. Erfrischen Sie sich unterwegs in einem der vielen Seen oder genießen Sie einen Ausflug auf dem Fahrgastschiff. Wenn Sie Lust haben, können Sie etappenweise sogar aufs Kanu oder Fahrrad umsteigen.

Unterwegs gelangt man zu etlichen hübschen Städten mit interessanter Vergangenheit. Fontanes Geburtsort Neuruppin, das durch Friedrich den Großen berühmte Rheinsberg und Fürstenberg an der Havel haben viel Sehenswertes zu bieten.  Auch die kleinen Überraschungen am Wegesrand, wie das Storchendorf Linum und der Ziegelpark Mildenberg, sorgen für Abwechslung.


Ruppiner-Land-Rundwanderweg- Vorschlag für Einzeletappen

Unser Vorschlag führt über 13 Etappen, die beliebig aufgeteilt, verkürzt oder erweitert werden können. Für alle, die nicht die ganze Strecke wandern möchten, empfehlen sich die ersten sechs Etappen im Norden des Ruppiner-Land-Rundwanderweges, da sich besonders interessant und attraktiv sind. Ganz gleich wo man einsteigt, sehenswerte Orte und noch sehr ursprüngliche Landschaften warten überall. Der Rundweg eignet sich ideal zum Entschleunigen und Entspannen.

Alle Etappen können Sie Fuß bewältigen. Doch manchmal sind die öffentlichen Verkehrsmittel gute Alternativen. Beförderungsmöglichkeiten und Bahnhöfe gibt es in fast allen Orten entlang des Weges.

Etappe 1: Wustrau – Karwe – Seehof – Gnewikow – Wuthenow -  Neuruppin (16 km)

Unser Wanderurlaub beginnt in Wustrau. An dem hübschen Ort, der sich an den Ufern des Bützsees und des Ruppiner Sees erstreckt, fand schon Theodor Fontane bei seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg großen Gefallen. Heute lohnen das Brandenburg-Preußen Museum und das Schloss Wustrau einen Besuch. Das Kavaliershaus gehörte früher dem preußischen Reitergeneral Hans Joachim von Zieten, der ein enger Vertrauter Friedrichs des Großen war. Unter den Bauwerken fallen die Klappbrücke und zugehörige Schleuse Altfriesack im holländische Stil auf.

Auf dem Weg nach Neuruppin lernt man noch weitere adrette Örtchen kennen. Der Uferpfad entlang des Ruppiner Sees ist eine Augenweide und gehört zu den schönsten Abschnitten des Ruppiner-Land-Rundwanderweges.

Etappe 2: Neuruppin – Molchow – Binenwalde – Braunsberg (22 km)

In Neuruppin, dem  Geburtsort Fontanes und Schinkels, sind der Tempelgarten sowie das Fontane-Geburtshaus in der Löwen-Apotheke interessant. Im Museum Neuruppin sind diverse originale Neuruppiner Bilderbogen erhalten geblieben. Bei einem Bummel durch den Stadtkern der Fontanestadt ziehen die schönen klassizistischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert die Blicke auf sich. Eines der ältesten Waldmuseen in Deutschland befindet sich nahe Neuruppin in Stendenitz.

Unbezahlbar ist der malerische Blick, den man an vielen Stellen der Stadt auf den Neuruppiner See genießen kann. Die nördlichen Stadtteile befinden sich im hügeligen Waldgebiet der Ruppiner Schweiz und enden in der bunten Wittstock-Ruppiner Heide. Unser Weg führt weiter Richtung Braunsberg durch das Ruppiner Wald- und Seengebiet. In der Region gibt es überall Gewässer, Moore und teilweise auch dichte Moorwälder, die das vielgestaltige Landschaftsbild prägen.

Etappe 3: Braunsberg - Rheinsberg (6 km)

Braunsberg blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Seit dem Mittelalter war das Dorf mehrmals völlig zerstört, wurde aber immer wieder an alter Stelle neu errichtet. Es gehört zur Stadt Rheinsberg.  

Die 6 Kilometer lange Strecke verbindet Braunsberg mit der Prinzenstadt Rheinsberg. Die Bezeichnung rührt vom jungen Friedrich II, der hier residierte. Bis auf ein paar kleine Dorfteiche gibt es an diesem Streckenabschnitt keine größeren Gewässer.


Etappe 4: Rheinsberg – Paulshorst- Feldgrieben – Stechlin - Menz (18 km)

Rheinsberg gehört zum herrlichen Rheinsberger Seengebiet. Neben vielen Seen sind hügelige Waldlandschaften für die Region typisch. Die Ruppiner Schweiz südlich der Stadt sowie die Wittstock-Ruppiner Heide im Westen laden zum Verweilen ein.

Im sehenswerten Rokoko-Schloss Rheinsberg am Grienericksee verbrachte Preußenkönig Friedrich II nach eigener Aussage „die schönsten Jahre seines Lebens“. Es diente als Vorbild für Schloss Sanssouci. Darin ist auch die Tucholsky-Gedenkstätte beheimatet.

Die landschaftlich schöne Tour nach Menz hält mit dem Stechlinsee einen weiteren Höhepunkt für Sie bereit. Er zählt zu den schönsten Seen Brandenburgs. Bekannt ist er für seine ausgezeichnete Wasserqualität, weshalb sie auch viele Fischarten darin wohlfühlen. Der größte Klarwassersee Norddeutschlands wird gern zum Baden und Tauchen genutzt. Teodor Fontanes letzter Roman „Der Stechlin“ erhielt daher seinen Namen.

Etappe 5: Menz - Neuglobsow – Steinförde - Fürstenberg/Havel (18 km)

In Menz verspricht das Naturparkhaus Menz ein Erlebnis für Naturliebhaber jeden Alters. Neben einer Dauerausstellung gibt es wechselnde Veranstaltungen im Gebäude der alten Oberförsterei. Alle Tourismusinformationen bekommt man ebenfalls im Naturparkhaus.

Die facettenreiche Umgebung von Menz lässt  keine Wünsche offen. Rund um den idyllischen Roofensee führt einen Fuß- und Laufweg. Die Badestelle lädt zu einem Sprung ins kühle Nass. Direkt an die Gemeinde grenzt das Waldgebiet Menzer Heide.

Von Menz aus verläuft die Tour abwechslungsreich durch Neuglobsow und Steinförde nach Fürstenberg/Havel. In Neuglobsow empfiehlt sich das Märkisches Glasmuseum. Am Rande des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land liegt Steinförde umrahmt von einem wald- und seenreichen Umland. Neben dem Wandern hat das Bootswandern durch die Obere Havel-Wasserstraße viele Anhänger gefunden.

Etappe 6: Fürstenberg/Havel – Stolpsee - Zootzen, entlang der Havel – Bredereiche – Boltenhof - Dannenwalde (24 km)

Der Stadtkern der Wasserstadt Fürstenberg/Havel liegt idyllisch zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee. Wie der Name schon verrät, wird Fürstenberg außerdem von der Havel durchflossen. Mit den besten Umweltwerten und den saubersten Badeseen knüpft Fürstenberg an seine alte Tradition als Luftkurort an.

Sehenswert ist zum Beispiel das Barockschloss Fürstenberg nördlich der Altstadt. Bei Fürstenberg liegt auch ist die bedeutende Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Das ehemalige Konzentrationslager erinnert an die Opfer des Faschismus.

In der warmen Jahreszeit locken diverse Gewässer in der Umgebung zum Abkühlen und Wassersport. Auch Kanu-  und Paddelfahrten spielen in Fürstenberg eine bedeutende Rolle.

Die Route entlang dem Stolpsee und der Havel bringt uns durch Bredereiche und Boltehof nach Dannenwalde.

Etappe 7: Dannenwalde /Gransee -  Marienthal - Ziegeleipark Mildenberg - Zehdenick (22 km)

Dannenwalde befindet sich im reizenden Naturpark Uckermärkische Seen. Mit etwa 230 Seen, Bachläufen, Mooren und Kleingewässern hat das Reservat alles zu bieten, wovon Aktivurlauber und Naturliebhaber träumen. Neben zahlreichen Wander- und Radwegen freuen sich Paddler im Naturpark auf mehr als 100 Wasserwanderwege. Am Großen Wentowsee findet man gut ausgestattete Badestellen.

Interessant sind in Dannenwalde vor allem das Herrenhaus aus dem späten 17. Jahrhundert, die barocke Rundkirche und der Umweltbahnhof.

Auf dem Weg ab Dannenwalde nach Zehdenick führt  unsere Reise durch Marienthal  und den Ziegeleipark Mildenberg. Ein gutes Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

Etappe 8: Zehdenick – Falkenthal - Liebenberg (12 km)

Das direkt an der Havel liegende Zehdenick ist für das Schiffermuseum im Stadthafen und das Havelschloss bekannt. Die Klosterruine und die Klostergalerie gehören ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Aktiv betätigen kann man sich in der benachbarten Zehdenick-Spandauer Havelniederung. Die  naturnahen  Bruch-, Buchen-, Eichen -, Birken- und Laubwälder prägen den  592 km² großen Naturraum. Im Norden des Reservates formt die Havel ein Fließgewässer. In der Waldlandschaft Schorfheide, welche östlich der Stadt liegt, sind gemütliche Wanderungen durch den Wald möglich.

Auf der Reise nach Liebenberg entdeckt man die Hohen Berge und das Waldgebiet Exin bei Falkenthal.

Etappe 9: Liebenberg – Freienhagen - Friedrichsthal – Oranienburg (21 km)

Das Schloss und Gut Liebenberg sowie das Naturschutzgebiet Liebenberger Bruch bilden die Höhepunkte des Ortes. Das 239 Hektar große Gebiet erstreckt sich südöstlich des Dorfes. Erlen-Eschenwälder, Erlenbruchwälder und Eichen-Hainbuchenwälder sind für das Reservat typisch. Unweit von Liebenberg erstreckt sich die waldreiche Granseer Platte. Der große Lankesee, der Weiße See, der Moddersee und der Lindsee bieten an warmen Tagen eine erfrischende Abkühlung und Wasserspaß.

Ab Liebenberg kommt man zunächst nach Freienhagen, dann nach Friedrichsthal, wo an der Havel und am Malzer Kanal Wiesen und Weiden und im Süden Kiefernwälder dominieren.

Etappe 10: Oranienburg - Hennigsdorf (20 km)

In Oranienburg gibt es vieles zu besichtigen. Das Barockschloss Oranienburg, die Orangerie im Schlosspark, das Luise-Henriette-Denkmal und das Museum Sachsenhausen stehen sicher ganz oben auf der Besichtigungsliste. Auch die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte und der TURM-Erlebniscity sind bei Besuchern sehr beliebt. Sonntags um 11 Uhr werden außerdem die Führungen durch die Gedenkstätte angeboten.

In der Umgebung von Oranienburg wird es auch nicht langweilig. Diverse Wanderwege führen rund um die Stadt. Der herrliche Lehnitzsee bietet viele gut ausgestattete Badestellen.

Etappe 11: Hennigsdorf – Brieselang (18 km)

Danach kommen wir nach Hennigsdorf. Wer ins Grüne will, der ist in Hennigsdorf genau richtig. In waldreicher Umgebung gelegen, bietet der Ort die besten Möglichkeiten für einen entspannenden Spaziergang oder Radtour. Der Nieder Neuendorfer See lässt sich ab Hennigsdorf schnell erreichen und sorgt für Abkühlung. 

Im Grenzturm Niederneuendorf dreht sich alles um die Geschichte der Teilung Berlins und ihre Auswirkung für die Region sowie die Stadt selbst.  Eine Dauerausstellung vermittelt das zeitliche Ereignis vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Vollendung der deutschen Einheit. Eintritt ist übrigens frei.

Etappe 12: Brieselang – Paaren im Glien - Tietzow (20 km)

Bei Brieslang befindet sich einer der saubersten Seen Brandenburgs, der Nymphensee. In einer ruhigen Lage an einem Waldrand ist der Nymphensee  ein beliebtes Ausflugsziel.  In der Region stehen zahlreiche Wanderwege von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zur Auswahl. Nymphensee Brieselang – Astbank Runde von Brieselang und Zeestower Dorfkirche Runde gehören zu den beliebtesten. 

Die Wallreste einer slawischen Burg aus dem 8. Jahrhundert und das Denkmal für die Opfer des Faschismus sind im Ort bemerkenswert.

Bei Paaren im Glien gibt es die Waldgebiete Krämer und den Nauener Stadtforst. Naturfreunde sind hier an der richtigen Adresse. Dann erreichen wir Tietzow.

Etappe 13: Tietzow - Linum - Wustrau 25 km 

Die letzte unserer Routen beginnt ab Tietzow und endet in Wustrau. Im Gedicht „Havelland“ zählte Fontane Tietzow zu den lachenden Dörfern. Seit dem 19. Jahrhundert dient das Örtchen als  Ausflugsziel für die Berliner.

Linum hat sich einen Namen als Storchendorf gemacht, weil dort alljährlich 10 – 15 Pärchen brüten. Das unmittelbare Teichland bietet vielen Vogelarten geeignete Brutplätze. Es ist außerdem einer der größten Kranichrastplätze Mitteleuropas.